Badewanne einbauen

Redaktion Badewannenfinder · Zuletzt geprüft: · 7 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Eine Einbauwanne braucht einen Unterbau – Wannenträger aus Hartschaum, Wannenfüße oder ein gemauertes Podest –, eine Ab- und Überlaufgarnitur und eine Verkleidung der Vorderseite. Der wichtigste Schritt ist die Abdichtung zur Wand: Dichtband unter den Fliesen, Silikon in der Fuge. Den Anschluss an Abfluss und Wasser übernimmt am besten ein Installateur.

Eine neue Badewanne kommt selten allein. Wer eine Einbauwanne kauft, braucht dazu einen Unterbau, einen Ablauf und eine Verkleidung – und ein paar Stunden sorgfältiger Arbeit. Dieser Ratgeber zeigt, was zum Einbau gehört, worauf es bei der Abdichtung ankommt und was ein Komplett-Set mitbringt.

Badewanne einbauen: der Unterbau

Eine Acrylwanne ist dünnwandig. Ohne Unterbau würde sie sich unter der Last von Wasser und Mensch verformen, und die Fugen zur Wand würden reißen. Es gibt drei übliche Lösungen:

  • Wannenträger aus Hartschaum (Polystyrol) sind auf die Form der Wanne zugeschnitten. Die Wanne liegt vollflächig auf, das dämpft den Schall und hält Wärme. Viele Träger haben eine fertige Oberfläche, die sich direkt verfliesen lässt; die Schürze entfällt dann.
  • Wannenfüße sind höhenverstellbare Stahlgestelle, die unter die Wanne geschraubt werden. Sie sind günstig und gleichen unebene Böden aus. Die Wanne muss dann zusätzlich mit Wandankern oder einem Profil am Rand gestützt und die Vorderseite verkleidet werden.
  • Ein gemauertes Podest aus Porenbeton oder Ziegeln ist die klassische Lösung, aufwendiger, aber sehr stabil.

Stahl-Email-Wannen sind formstabiler und kommen oft mit Wannenfüßen aus. Auch hier dämpft eine Schalldämmung oder ein Schaumträger das Geräusch beim Einlassen.

Ab- und Überlaufgarnitur

Jede Wanne braucht einen Ablauf im Boden und einen Überlauf in der Wandung, der verhindert, dass das Wasser über den Rand läuft. Beides verbindet die Ab- und Überlaufgarnitur und führt über einen Siphon in die Abflussleitung. Es gibt Garnituren mit Stopfen an der Kette, mit Drehgriff am Überlauf und mit Push-Open-Ventil, das sich per Fingerdruck öffnet und schließt. Manche Garnituren füllen die Wanne auch über den Überlauf, dann entfällt der Auslauf an der Wand.

Achten Sie darauf, dass Garnitur und Wanne zusammenpassen: Lochdurchmesser, Wandstärke und Länge des Überlaufrohrs müssen stimmen. Bei Duo-Wannen mit mittigem Ablauf ist das Rohr zum Überlauf länger als bei Wannen mit Ablauf am Ende.

Die Abdichtung zur Wand

Hier entscheidet sich, ob das Bad in zehn Jahren noch trocken ist. Die Fuge zwischen Wannenrand und Wand ist eine bewegliche Fuge: Die Wanne senkt sich beim Befüllen um einige Millimeter und hebt sich beim Ablassen wieder. Silikon allein reißt dabei irgendwann ab. Deshalb gehört unter die Fliesen ein Wannendichtband, das auf den Wannenrand geklebt und in die Abdichtung der Wand eingebunden wird. Erst darauf kommen Fliesen und zuletzt die Silikonfuge.

Ein bewährter Trick: Die Wanne beim Verfugen mit Wasser füllen. So steht sie in der tiefsten Lage, und die Silikonfuge wird nicht gedehnt, wenn die Wanne später voll ist. Silikon ist eine Wartungsfuge – sie sollte alle paar Jahre geprüft und bei Rissen oder Verfärbungen erneuert werden.

Schürze und Verkleidung

Die Vorderseite einer Einbauwanne wird verkleidet. Eine Acrylschürze passt genau zur Wanne, ist schnell montiert und lässt sich oft abnehmen, um an Siphon und Ablauf zu kommen. Eine geflieste Verkleidung auf einem Wannenträger oder einer Vorwand fügt sich ins Fliesenbild ein; hier sollte eine Revisionsöffnung eingeplant werden. Bei Whirlpool-Badewannen ist eine abnehmbare Schürze Pflicht, weil Pumpe und Steuerung erreichbar bleiben müssen – mehr dazu in Whirlpool-Badewanne: Technik, Strom, Pflege.

Was ein Komplett-Set enthält

Komplett-Sets bündeln die Teile, die sonst einzeln gekauft würden. Üblich sind Wanne, Wannenträger oder Wannenfüße, Ab- und Überlaufgarnitur und Schürze, manchmal auch Kopfstütze, Armatur oder Duschaufsatz. Der Vorteil: Alles passt zusammen, und die Planung wird einfacher. Prüfen Sie trotzdem den Lieferumfang im Detailfenster, denn „Set" bedeutet nicht bei jedem Händler dasselbe. Ob ein Modell als Set kommt, zeigt der Filter in jeder Kategorie.

Selbst machen oder machen lassen?

Den Unterbau zu setzen und eine Schürze anzubringen, schaffen geübte Heimwerker. Den Anschluss an Abfluss und Wasserleitung und die Abdichtung sollten Sie einem Installateur überlassen. Ein Wasserschaden hinter der Wanne fällt oft erst auf, wenn er groß ist, und viele Hersteller knüpfen ihre Gewährleistung an einen fachgerechten Einbau.

Kurz zusammengefasst

Unterbau, Garnitur, Abdichtung, Verkleidung – in dieser Reihenfolge entsteht eine dichte, stabile Wanne. Ein Komplett-Set spart Planung, ersetzt aber nicht die sorgfältige Abdichtung. Wannen mit Set finden Sie unter Rechteckbadewannen.

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