Die Kurzantwort
Eine Dusche braucht weniger Platz und Wasser und ist bodengleich leichter zugänglich. Eine Badewanne bietet Entspannung, ist praktisch für Kinder und dient mit Aufsatz auch zum Duschen. Wer nur Platz für eines hat, findet in der Raumsparwanne mit Duschzone einen Kompromiss. Entscheidend sind Badgröße, Alltag und die Pläne für die nächsten Jahre.
Wer ein Bad neu plant, steht oft vor dieser Frage. In großen Bädern ist die Antwort einfach: beides. In kleinen Bädern muss man sich entscheiden – oder einen Weg finden, beides zu verbinden. Dieser Ratgeber vergleicht Wanne und Dusche nach den Punkten, die im Alltag zählen.
Platz
Eine Dusche kommt mit wenig Fläche aus. 80 × 80 cm sind das Minimum, 90 × 90 cm oder 90 × 120 cm sind deutlich bequemer. Eine Badewanne im Normmaß braucht 170 × 75 cm, dazu eine freie Fläche davor. In einem Bad mit vier bis fünf Quadratmetern entscheidet das oft darüber, ob noch ein zweites Waschbecken oder eine Waschmaschine Platz hat.
Allerdings lässt sich die Wanne zugleich als Dusche nutzen. Mit einem Duschaufsatz aus Glas an der Wannenkante und einer Brause an der Wand wird aus der Wanne eine Dusche, ohne dass zusätzliche Fläche nötig ist. Bequemer ist das in einer Raumsparwanne, die an einem Ende breiter ist und dort eine ebene Standfläche zum Duschen bietet.
Wasser und Warmwasser
Ein Vollbad braucht deutlich mehr Wasser als eine Dusche. Eine Wanne mit 170 × 75 cm wird für ein Bad meist mit 120 bis 160 Litern gefüllt, große Wannen und Eckwannen mit deutlich mehr. Eine Dusche verbraucht je nach Brause und Dauer etwa 6 bis 15 Liter pro Minute; eine Dusche von fünf bis acht Minuten liegt damit meist bei 50 bis 100 Litern. Wer täglich badet, sollte das bei den Kosten für Wasser und Warmwasser bedenken und prüfen, ob der Speicher für eine volle Wanne reicht.
Für die meisten Haushalte ist die Antwort ein Mix: Im Alltag wird geduscht, die Wanne bleibt für das entspannende Bad am Wochenende oder für die Kinder.
Kinder, Alter und Zugang
Mit kleinen Kindern ist eine Badewanne kaum zu ersetzen. Baden ist für viele Kinder Spiel und Abendritual, und Haarewaschen gelingt im Sitzen leichter als im Stehen.
Im Alter kehrt sich das um. Über einen Wannenrand von 50 bis 60 cm Höhe zu steigen, wird mühsam und gefährlich. Eine bodengleiche Dusche ohne Stufe mit Haltegriff und Sitz ist dann die sichere Lösung. Wer ein Bad für die nächsten zwanzig Jahre plant, sollte das einbeziehen. Eine Zwischenlösung sind Wannen mit Tür, die sich seitlich öffnen lassen; man steigt ebenerdig ein und schließt die Tür vor dem Befüllen. Sie sind teurer und brauchen eine sorgfältige Abdichtung, erleichtern den Zugang aber erheblich.
Pflege
Eine Dusche mit Glaswand braucht regelmäßige Pflege gegen Kalk, besonders bei hartem Wasser; ein Abzieher nach dem Duschen hilft viel. Eine Badewanne ist einfacher zu reinigen, wenn sie nach dem Bad kurz ausgespült und trocken gewischt wird. Bei einer Wanne mit Duschaufsatz kommen beide Aufgaben zusammen. Die Materialpflege erklärt Acryl, Stahl-Email oder Mineralguss?.
Der Kompromiss: Raumsparwanne
Eine Raumsparwanne verbindet beides auf der Fläche einer normalen Wanne. Am breiteren Ende steht man beim Duschen auf einer ebenen Fläche, ein Glasaufsatz hält das Spritzwasser zurück. Am schmalen Ende liegt man beim Baden wie in einer Rechteckwanne. Es gibt Ausführungen für links und rechts, passend zur Lage im Raum. In unserer Auswahl stehen Raumsparwannen bei den Rechteckbadewannen.
Entscheidungshilfe
- Bad unter 4 m², ein bis zwei Erwachsene: eher Dusche, oder Raumsparwanne, wenn Baden wichtig ist.
- Familie mit Kindern: Wanne, gern mit Duschaufsatz.
- Planung für das Alter: bodengleiche Dusche, eventuell Wanne mit Tür.
- Bad ab 7 bis 8 m²: beides – Dusche und Wanne getrennt, vielleicht sogar freistehend.
Kurz zusammengefasst
Die Dusche gewinnt bei Platz, Wasser und Zugang, die Wanne bei Entspannung und mit Kindern. Wer nur Platz für eines hat, sollte die Raumsparwanne kennen. Welche Größe in Ihr Bad passt, zeigt Badewanne: welche Größe passt ins Bad?.
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